Tod im Krankenhaus: Pseudomonas aeruginosa

krankenhaus 300x227 Tod im Krankenhaus: Pseudomonas aeruginosaEin Aufenthalt im Krankenhaus soll zur Verbesserung des Gesundheitszustandes dienen. Doch manchmal ist das Gegenteil der Fall. Jedes Jahr infizieren sich Millionen von Krankenhauspatienten europaweit mit schweren Infektionskrankheiten, die durch Krankenhauskeime verursacht werden. Einer der häufigsten unter ihnen ist das gefährliche Bakterium Pseudomonas aeruginosa, welches nicht selten zum Tod des Patienten führt.

Der Krankenhauskeim Pseudomonas aeruginosa

Pseudomonas aeruginosa ist ein Bakterium. Als ein Krankheit verursachender Mikroorganismus stellt er sich in Form eines Keimes dar, welcher am Boden und vor allem im Wasser vorkommt. Der wasseraffine Keim existiert somit in den unterschiedlichsten feuchten Milieus. Dazu gehören neben nassen Böden sowie Gewässern zudem Leitungswasser, Duschen, Waschbecken, Toiletten, Dialysegeräte, Spülmaschinen und sogar Medikamente. Aufgrund seiner spezifischen Zellmembranstruktur und seines Stoffwechsels überlebt der Nasskeim in destilliertem Wasser und in bestimmten Desinfektionsmitteln, sofern auch nur die kleinsten Zeichen von organischer Substanz gegenwärtig sind. Aus diesem Grund ist Pseudomonas aeruginosa ein häufig auftretender nosokomialen Keim bzw. Krankenhauskeim.

Übertragungswege des Krankenhauskeims

Der Nasskeim besitzt auf trockenen Oberflächen nur eine kurze Überlebenszeit, die meist nicht länger als ein paar Stunden dauert. Eine ganz andere Situation stellt dies dagegen in einem feucht-warmen Milieu dar, wobei das Angebot an Nährstoffen eine nahezu unbedeutende Rolle spielt. Die besten Bedingungen findet das Bakterium in einem Sputum, d.h. in einem durch Aushusten aus den Luftwegen des menschlichen Körpers entleertes Sekret der Bronchien. Ist das Pseudomonas aeruginosa im Sputum enthalten, kann es sich über ein Husten und anschließend durch Schmierinfektion auf andere Personen und Objekte übertragen. Gegenstände, auf die das Pseudomonas aeruginosa übergetreten ist, können somit wie der Infizierte selbst als Überträger des gefährlichen Keims fungieren. In der Praxis bedeutet dies, dass Wasserarmaturen, Türklinken, Lichtschalter, Duschen und Toiletten typische Überträger des Nasskeims sind. Eine Übertragung des Keims über die Luft in Form einer Tröpfcheninfektion ist hingegen eher seltener. Mögliche Hygienemaßnahmen gegen um die Ausbreitung des Keims zu verhindern, werden auf www.pseudomonas-aeruginosa.de geschildert.

Die Gefährlichkeit des Pseudomonas aeruginosa

Ist die Hygiene an den entsprechenden Orten im Krankenhaus nicht ausreichend, kann es zu einer Infizierung mit dem Bakterium Pseudomonas aeruginosa kommen. Schätzungen einschlägiger Gesundheitsorganisationen der Europäischen Union gehen davon aus, dass jährlich mehr als drei Millionen Krankenhauspatienten aufgrund von Hygienemängeln an einer nosokomialen Infektion erkranken und 50.000 von den infizierten Patienten infolge dessen versterben. In 10 % all dieser Sterbefälle wird der Nasskeim Pseudomonas aeruginosa als Todesursache identifiziert. Eine außergewöhnliche Gefährlichkeit erfährt dieser Keim aufgrund seiner weiten Verbreitung und seiner Mehrfachresistenz gegenüber Antibiotika. Insbesondere Säuglinge, Senioren und Patienten mit einer ausgeprägten Immunschwäche sind für eine Infizierung mit diesem Bakterium gefährdet. Das durch diesen Nasskeim entstehende Krankheitsspektrum ist vielfältig. So können durch ihn Lungen- und Darmentzündungen, Harnwegsinfekte, Infektionen auf Brandwunden, Gehirnhautentzündungen und Entzündungen des äußeren Gehörganges verursacht werden. Jeder 12. Patient verstirbt an den Folgen einer Infektion mit Pseudomonas aeruginosa, mit der er sich erst im Krankenhaus infiziert hat.

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