Eine Trauma- Therapie zeigt Wirkung
Passiert jemandem etwas Schlimmes oder Schreckliches, spricht man von einem Trauma. Das traumatische Erlebnis löst Angst und Entsetzen aus. Der Betroffene fühlt sich bedroht und ist mit dieser Situation völlig überfordert. Die Erfahrungen mit traumatischen Erlebnissen müssen in einer Traumabewältigung verarbeitet werden. Mit der Unterstützung von Familie und Freunden gelingt dies vielen Menschen. Doch wenn die Traumabewältigung nicht mit Hilfe von Familie und Freunden gelingt, muss sich der Betroffene einer Trauma- Therapie unterziehen, um das Geschehene zu verarbeiten. Durch das Trauma können sich für den Betroffenen starke seelische und körperliche Probleme und Beeinträchtigungen einstellen, aus denen er nicht allein herauskommt. Die Probleme und Beeinträchtigungen treten oft erst Wochen oder Monate nach dem Ereignis auf.
Die Trauma- Therapie umfasst drei Phasen.
Die erste, die Stabilisierungsphase, dient der Wiedererlangung der körperlichen und seelischen Stabilität. Neben der Behandlung körperlicher Verletzungen und Erkrankungen wird zeitgleich mit der Traumabewältigung begonnen. Die Stabilisierung ist während der ganzen Therapie ein wichtiger Grundpfeiler in der Arbeit. Erlernte Fähigkeiten müssen geübt und vertieft werden. Therapeutische Sitzungen während der Stabilisierungsphase werden individuell gestaltet und sind von der Schwere des Traumas abhängig.
Wenn die Stabilität erreicht ist, müssen sich Therapeut und Betroffener damit auseinandersetzen, ob eine Traumaexplusion erwünscht oder sinnvoll ist. Während der Traumaexplusion wird der Betroffene nochmals mit der Trauma auslösenden Situation konfrontiert. Die Trauma- Therapie soll die frühere Sicherheit und den Halt wiederbringen. In der so wichtigen Integrationsphase geht es um die richtige Einordnung des Erlebnisses in die eigene Lebensgeschichte, das Vergangene zu akzeptieren und den inneren Frieden wiederzufinden.