Blut der Nabelschnur als Stammzellen-Reserve – Einführung und Überblick

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baby-baneschnur-blut-therapieWer ein Baby erwartet, sehnt meist, gerade gegen Ende der Schwangerschaft, den Tag der Geburt herbei. Mit dem Tag der Geburt hat das Leben mit dem Baby begonnen – Eltern können aber bereits vor der Geburt eine wichtige Entscheidung in Sachen Gesundheit für ihr Kind treffen. Die Erziehungsberechtigten haben die Möglichkeit, Nabelschnurblut gewinnen zu lassen und dieses einzulagern.

Inwiefern können Stammzellen für Babys Gesundheit wichtig sein?

Aus dem Blut der Nabelschnur können Stammzellen gewonnen werden. Darunter versteht man Zellen, die nicht auf eine einzige Funktion hin ausgerichtet sind, sondern sehr vielseitig eingesetzt und bei Krankheiten heilend wirken können. Diese Chance kommt nur einmal im Leben, nämlich bei der Geburt. Deswegen ist es auch so wichtig, dass Eltern sich vorher ausführlich mit diesem Thema beschäftigen. Die Stammzell-Forschung steht auch im Jahre 2011 noch am Anfang, deswegen kann nicht seriös vorausgesagt werden, welche konkreten Einsatzmöglichkeiten für Nabelschnurblut sich in den nächsten Jahren entwickeln werden. Fakt ist jedoch, dass bereits heute Stammzellen viel Positives in Sachen Gesundheit bewirken können! So wurden Stammzellen beispielsweise bei Kindern eingesetzt, die an Diabetes leiden. Studien konnten nachweisen, dass durch den Einsatz von Stammzellen in vielen Fällen eine deutliche, wissenschaftlich belegbare Verbesserung des Diabetes erreicht werden konnte. Auch bei einigen Leukämie-Arten hat man Nabelschnurblut gewinnbringend einsetzen können. Gerade in der Krebs-Forschung erhofft man sich in den kommenden Jahren bahnbrechende Erkenntnisse durch den Einsatz von Stammzellen. Forscher gehen davon aus, dass die Einsatzmöglichkeiten der Stammzellen, gewonnen aus Nabelschnurblut, in den kommenden Jahren und Jahrzehnten deutlich ausgeweitet werden, da Forscher täglich mit Hochdruck an neuen Erkenntnissen arbeiten und jeden Tag die Zahl derer zunimmt, denen man bei gesundheitlichen Problemen dank Stammzellen helfen konnte. Insofern sollten Eltern diese Chance für ihr Kind nutzen und es am medizinischen Fortschritt teilhaben lassen.

Nabelschnurblut spenden

Wer Nabelschnurblut nicht für das eigene Kind oder Familienangehörige einlagern lassen möchte, hat die Möglichkeit, das Nabelschnurblut zu spenden. Dieses wird dann nach der Gewinnung bei einer Spenderbank eingelagert und wird dort eingesetzt, wo es gebraucht wird. Auch so kann vielen Menschen geholfen werden. Den Eltern, die sich für eine Spende entscheiden, entstehen dabei keinerlei Kosten! Da Nabelschnurblut in jedem Falle zum Wegwerfen zu schade ist, sollten Eltern, die nicht selbst einlagern lassen möchten, sich über die Möglichkeit der Spende informieren.

Kosten der Nabelschnurblut-Einlagerung

Viele Eltern schreckt ab, dass eine Einlagerung des Nabelschnurbluts so teuer sei. Dies mag auf den ersten Blick auch stimmen. Zum einen sollte aber bedacht werden, dass Nabelschnurblut unter Umständen lebensrettend für ein Kind sein kann, insofern handelt es sich hier um eine sehr wichtige Gesundheitsvorsorge, die natürlich auch ihren Preis hat. Zum anderen bieten aber mittlerweile fast alle Nabelschnurbanken Pakete an, bei denen Eltern eine einmalige Zahlung in Höhe von etwa 200-300 Euro leisten, danach wird die Lagerung in monatlichen Raten gezahlt. Auch Raten um die 10 Euro monatlich sind möglich.

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