Blutkrankheiten

Unser Blut zeigt nicht nur an, ob oder wo wir eine Störung oder Krankheit im Körper haben, es kann auch selbst erkranken. Viele Blutkrankheiten entwickeln sich langsam und schleichend, und manche wird rein zufällig bei einer Routineuntersuchung festgestellt.

Die Zusammensetzung des Blutes ist bestimmten Regeln und Werten unterstellt. Weichen einzelne Komponenten stark von der Norm ab, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass die Blutbildung gestört ist. Am bekanntesten ist wohl der Blutkrebs, die Leukämie, die eine schwere Störung des gesamten Systems der Blutbildung ist. Hauptkennzeichen ist die krankhafte Vermehrung der weißen Blutkörperchen im Knochenmark, die letztlich dafür verantwortlich ist, dass im Knochenmark keine ausreichende gesunde Blutbildung mehr möglich ist.

Etwas weniger dramatisch ist der sogenannte Eisenmangel oder auch die Blutarmut. Allgemein stehen diese Begriffe für die Anämie. Die Anämie hat allerdings sehr verschiedene Gesichter und Auslöser und kann unbehandelt zu schwersten Schäden an Organen führen und gehört zu den Blutkrankheiten, die unter Umständen zum Tode führen können. Je nachdem, wodurch die Anämie ausgelöst wird, ist sie auf jeden Fall behandlungsbedürftig.

Doch es gibt weitaus mehr Blutkrankheiten. Zu nennen ist da das Morbus Hodgkin, bei dem sich bösartige Zellen in den Lymphknoten bilden. Bis heute ist der Grund für die Entstehung nicht eindeutig nachgewiesen.

Die Hämophilie ist bekannt als Bluterkrankheit, bei der die Blutgerinnung gestört ist. Menschen mit Hämophilie, stehen immer im Risiko innerliche Blutungen zu erleiden oder bei Verletzungen zu viel Blut zu verlieren. Auch für die Blutgerinnungsstörung können unterschiedliche Störungen verantwortlich sein.

Das Zeichen des Eisenmangels kann daher durchaus ein Symptom für eine weitere Störung sein, die erblicher Ursachen haben oder durch erworben werden können. In diesem Zusammenhang kann noch die APC-Resistenz genannt werden, die für diverse Blutgerinnsel also Thrombosen, verantwortlich ist. Diese Form der Blutkrankheit hat seit der Einahme der "Pille" bei Frauen erheblich zugenommen. Dies vor allem bei Raucherinnen. Ob die Gefahr einer solchen Thrombose besteht, kann anhand eines Blutbildes festgestellt werden, wenn sich in ihm vermehrt der Gerinnungsfaktor Thrombin findet.

Eine weitere Blutkrankheit ist die Mycosis fungoides, die durch ihren Namen fälschlich auf eine Pilzerkrankung hinweist. Tatsächlich handelt es sich um eine Entartung der T-Helferzellen, deren Auswirkungen auf der Haut sichtbar werden. Diese Blutkrankheit tritt eher selten auf.