Braucht man wirklich ein Kinderpflaster?

Mit dem richtigen Kinderpflaster ist eine Verletzung schnell vergessen
Welche Mutter kennt das nicht: Gerade noch fröhliches Kinderlachen und Toben und plötzlich ein markerschütterndes Schreien, das einem durch alle Glieder fährt. Ein Schreien, das sich anhört, als hätte jemand einen fürchterlichen Unfall gehabt …

Ein Blitzspurt zum Ort des Geschehens zeigt aber meist schnell: alles halb so schlimm. Zwar fließt ein wenig Blut und die Schramme am Arm oder Bein ist gut sichtbar, aber es ist nichts geschehen, das den Einsatz eines Rettungswagens bedarf. Dennoch braucht man jetzt viel Feingefühl, denn viele Kinder geraten förmlich in Hysterie, wenn sie ihre eigene Verletzung sehen und vor allem spüren. Möglichst nicht anfassen, nicht zu nahe kommen und schon gar nicht irgendein Pflaster draufkleben! Da sind Geduld und Ruhe gefragt, denn viele Wunden müssen wenigstens kurz ausgespült, desinfiziert und abgedeckt werden. Besonders dann, wenn Kinder sich draußen verletzt haben.

Ablenkung ist die erste Schmerzbekämpfung
Für kleine Kinder gibt es dafür ein wunderbares Ablenkungsmittel. Bunt bedruckte Kinderpflaster mit interessanten und lustigen Motiven. Sie sehen weder bedrohlich noch nach Arztpraxis aus und die Erfahrung hat gezeigt, dass diese Kinderpflaster sehr gut von Kindern akzeptiert werden. Nicht wenige Kinder tragen es nach der Wundversorgung sogar sehr stolz und zeigen jedem das Kinderpflaster, um von ihrem Erlebnis zu erzählen. Bunte Kinderpflaster erregen Aufmerksamkeit und die genießen Kinder natürlich genauso gern wie Erwachsene.

Psychologische Wirkung von Kinderpflaster
Tatsächlich benötigt nicht jeder Kratzer ein Pflaster. Handelt es sich um eine unblutige Hautverletzung, reicht es oft, einfach den Schmerz „wegzupusten“. Dennoch gehen viele Kinder davon aus, dass ein Pflaster heilt und den Schmerz nimmt. So kann man Kinderpflaster geschickt auch bei weniger dramatischen Wunden einfach zur Beruhigung einsetzen. In den meisten Fällen beruhigt sich die Aufregung sofort, sobald ein Kinderpflaster auf die schmerzende Stelle geklebt wird. Besonders wirkungsvoll übrigens, wenn das Kind seinem Lieblingsteddy ebenfalls ein Pflaster auf die gleiche Stelle kleben darf. Geteilter Schmerz ist eben halber Schmerz.

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