Das Eisen im Blut der Menschen

Alles was wir an natürlichen Spurenelementen in unserer Umwelt finden, findet sich auch in kleinsten Mengen in unserem Körper wieder. Neben Zink, Mangan und Kupfer u.a. sogar Gold. Das bekannteste Mineral, in diesem Zusammenhang, ist wohl das Eisen. Pro Liter Blut sollten sich beim Mann etwa 1,3 mg und bei der Frau 1,1 mg wieder finden. Dieses Eisen ist allerdings nicht zu vergleichen mit dem Eisen, aus dem wir Geräte und Maschinen herstellen. Es handelt sich um eine besondere Form des Ferrums, das sich in unseren Nahrungsmitteln befindet. Dieses wird im Körper als Ferritin aufgenommen und als Transferrin in den Eisendepots des Körpers gespeichert. Diese befinden sich in der Leber, dem Knochenmark und dem Lymphsystem.

Da die Eisendepots immer gefüllt sein sollen, ist es erforderlich, täglich eine gewisse Menge Eisen mit der Nahrung aufzunehmen. Fleisch, grüne Gemüsesorten, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte und Eigelb enthalten das für den Körper gut zu verwertende Eisen II. Frauen benötigen mehr Eisen als Männer. Bedingt durch die Menstruation kommt es zu unterschiedlich hohen aber regelmäßigem Verlust von Eisen. Der Mangel lässt sich durch die richtige Ernährung und eventuell durch die Zufuhr von Eisen ausgleichen.

Fehlt dem Körper Eisen oder sind die Speicher geleert, was auch nach Geburten, schweren Operationen oder Verletzungen der Fall sein kann, macht sich das bei den Betroffenen schnell bemerkbar. Müdigkeit, Kopfschmerzen, Leistungsabfall, Blässe und Depressionen können ein Hinweis auf Eisenmangel sein. Eisen benötigt der Körper für die Herstellung des roten Blutfarbstoffes, für den Sauerstofftransport in die Zellen und letztlich auch für die Kommunikation zwischen Nerven und Zellen. Ohne ausreichend Eisen im Blut, kommt es zur Anämie, bei der nicht mehr genügend rote Blutkörperchen produziert werden. Die Ursachen einer Anämie oder eines Eisenmangel können ernährungs- oder auch krankheitsbedingt sein.

Niemand sollte diese Anzeichen auf die leichte Schulter nehmen. Der Arzt kann mit Hilfe einer einfachen Blutprobe schnell feststellen, ob ein Eisenmangel vorliegt und diesen mit entsprechenden Medikamenten ausgleichen. Sollte dies nicht gelingen, können andere Krankheiten, wie beispielsweise eine Eisenverwertungsstörung, die Ursache sein. Die Ursachen müssen auf jeden Fall gefunden werden, da es sonst zu inneren und äußeren lebensgefährlichen Blutungen und zum Schock kommen kann.